Sonntag, 9. Januar 2011

Oh nein, noch son Gartenblog!

Klar, Gartenblogs gibt es schon zu genüge. Da wird dann über Ameisen, Stauden und allerlei anderen Krimskrams fabuliert. Und wahrscheinlich wird dieser nicht viel anders, denn was sonst, sollte man schon in einen Gartenblog schreiben? Aber wer weiß? Vielleicht, aber nur vielleicht, könnte sich aus diesem Blog auch etwas ganz Besonderes entwickeln.

Doch zunächst zu den Vorraussetzungen:
Garten vorhanden seit: April 2010
Gartenstandort: In einer Kleingartenanlage
Größe: etwa 200m²
Status der Besitzerin: 27, Gartenanfängerin, Vorstandsmitglied

Ganz richtig, ein Kleingartenverein. Und ich bin auch noch Vorstandsmitglied. Dies ist der Beginn des zweiten Gartenjahres und ich habe viel vor. Es verspricht interessant zu werden, schließlich darf samstags nachmittags der Rasen nicht gemäht werden und der Gehweg muss grundsätzlich von Unkraut befreit werden. Nunja, außerdem halte ich nicht viel von geharkten Beeten. In der Hinsicht bin ich dann doch etwas unkonventionell. Mal abgesehen davon, dass ich den Altersdurchschnitt der Gartenpächter beträchtlich senke. Mal schauen, was das Jahr so bringt.

Warum ich so einen Blog ausgerechnet im Januar anfange? Naja, es ist Januar... der erste Monat im Jahr. Außerdem war ich heute zum ersten Mal dieses Jahr im Garten und... er lebt noch! Naja, das Meiste jedenfalls. Doch mit diesem Gartenbesuch hat mein Gartenjahr nicht angefangen. Viel mehr begann es mit einer Bestandsaufnahme meiner Sämereien und einer Bepflanzungsplanung, die sicherlich noch häufiger über den Haufen geschmissen wird.
In den Fokus geriet dabei das Tütchen mit den Physalissamen, auch unter Andenbeere bekannt. Letztes Jahr hatte ich einen ersten Versuch mit der Andenbeere gestartet, doch schon als die kleinen Pflanzen im Mai ins Beet kamen, führte ich ein entmutigendes Gespräch mit meiner Gartennachbarin, einer über 80 Jahre alten Dame, die ihren Garten schon seit mehr als 40 Jahren bestellt. Ich habe beschlossen, sie als meine Mentorin und Ersatzoma zu adoptieren. (Wenn ich in dem Alter noch so rüstig bin, kann ich mich glücklich schätzen.)
Doch zurück zu den Andenbeeren: Tante Lieschen, wie ich sie in diesem Blog einmal liebevoll nennen möchte, sagte mir, dass auch sie es mit den Andenbeeren schon einmal probiert hätte und dass diese einfach zu spät reifen würden. Sie konnte gerade mal 2 oder 3 Beeren ernten. Und tatsächlich, es wurde September, die mittlerweile zu Sträuchern herangewachsenen Pflanzen hingen voll mit Beeren, doch sah es nicht so aus, als würden sie noch rechtzeitig reif werden. Tante Lieschen sollte recht behalten. Mein Mann aber, der Andenbeeren sehr gerne isst, informierte sich in den Weiten des Internets und las den Tipp, die Pflanzen abzuschneiden und in einer Vase in einen frostfreien Raum zu stellen, damit die Beeren nachreifen können. Pflanzen? Vase? Die meinten wohl riesen Gestrüpp und Putzeimer!
Ende September rissen wir also die Sträucher aus der Erde und zogen sie wie Schleier den ganzen Kilometer bis zu unserer Wohnung hinter uns her. Dort stellten wir sie ins Wohnzimmer, das danach aussah wie ein Dschungel. Trotzdem - ein voller Erfolg! Die Physalis reiften tatsächlich noch nach - sie schmeckten nur etwas sauer, weil die Sonne fehlte.
Meine Lösung für dieses Jahr: Ich ziehe sie einfach schon diesen Monat vor. Stichtag zum säen ist der 19. Januar. Warum ausgerechnet der 19. Januar? Weil mein Gartenkalender (meine erste gute Gartentat dieses Jahr, einen Gartenkalender besorgen) sagt, dass am 19. Januar eine gute Pflanzzeit ist. Genau genommen beginnt die Pflanzzeit um 20:30 Uhr am 17. Januar und endet am 30. Januar um 15:05 Uhr, wobei der Mond am 18. + 30. Januar am Knoten steht und am 22. Januar in Erdnähe ist und damit die Zeit ungünstig ist für Saat und Pflanzung.
Dass die Nähe des Mondes zur Erde sich auf die Aufzucht von Pflanzen auswirken könnte (Anziehungskräfte und so) kann ich noch nachvollziehen, aber wieso informiert mich der Kalender darüber, in welchem Tierkreiszeichen der Mond gerade steht? "Hallo Kohlrabi ich bin Erbse und geboren, als der Mond gerade im Tierkreiszeichen Widder stand. Welches Tierkreiszeichen bist du? Vielleicht passen wir in der Suppe ja zusammen..."
Irgendwelche Ideen?
Für Vorschläge die Andenbeeren betreffend bin ich auch immer offen. :)

Kommentare:

  1. Unsere Andenbeere gedeiht prima auf der Fensterbank. Man kann die Reifen Früchte, die irgendwann abfallen, einfach noch ein bisschen am Fenster liegen lassen, dann sind sie nicht mehr so sauer :)

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  2. Hallo

    bin gespannt was hier noch so kommt....hab´gerade keine Zeit zum lesen...komme aber gerne wieder! Grüne Grüße Sandra

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