Sonntag, 16. Januar 2011

Bald, bald, bald...

Der 19. Januar, und damit mein erster Aussaattermin, rückt immer näher. Meine Ausstattung entsprach jedoch in keinster Weise dem erforderlichen Umfang für mein Saatvorhaben. Deswegen habe ich mir gestern die Busfahrkarte meines Mannes geschnappt und bin zum nächsten Gartencenter gefahren. Gartencenter im Januar - ich war noch nie in einem Gartencenter im Januar. Es war so leer. Im kompletten Außenbereich waren kaum Pflanzen zu finden. Eigentlich ist das ja logisch, denn die meisten Pflanzen sehen im Winter nicht gerade verkaufsfähig aus. Aber der Anblick war so ungewohnt, dass man sich diese Tatsache erst einmal bewusst machen musste.
Doch ich war sowieso nicht wegen der Pflanzen dort, sondern um Pflanzschalen und Anzuchterde zu kaufen. Zu meinem Glück scheine ich nicht die einzige zu sein, die bereits im Januar mit der Vorzucht beginnt, denn es war tatsächlich publikumswirksam eine Verkaufsecke für die Pflanzenzucht hergerichtet. Dort gab es Zimmergewächshäuser, Pflanzschalen, Torfdingens - die Taler, die so aufgehen wenn man sie nass macht - und eben Anzuchterde. Schnell hatte ich mich für eine auf die Fensterbank passende Pflanzschale mit durchsichtigem Deckel entschieden. Doch die Sache mit der Anzuchterde war schon schwerer. Im wahrsten Sinne des Wortes. 20L hört sich garnicht so viel an. Der Sack sieht auch relativ klein aus. Hebt man ihn jedoch an, muss man sich schnell eines Besseren besinnen. So stand ich da, das Zimmergewächshaus in der Hand und eine blaue Ikeatasche im Rucksack. Hatte ich mir doch Zuhause noch eingebildet, eine blaue Ikeatasche wäre eine gute Möglichkeit, größere Dinge zu transportieren. Nachdem ich die Anzuchterde jedoch probeweise einmal angehoben hatte, war ich mir ziemlich sicher, sie nicht mit dem Bus bis nach Hause transportieren zu können - nicht mal mit einer blauen Ikeatasche.
Ich schaute mich nach Alternativen um. 10L Kräutererde -  geht das auch? Eine der Anzuchterden hatte den Vermerk "auch für Kräuter geeignet". Ist Kräutererde also "auch zur Anzucht geeignet"? Aufmerksam studierte ich die Rückseiten auf der Suche nach Düngewerten und Zusammensetzung und entschloss mich, es einfach mal auszuprobieren.
Bis der Bus kam hatte ich noch etwas Zeit. Deswegen ließ ich die Erde erstmal liegen und schaute mich noch etwas um. Die vorgezogenen Blumenzwiebeln reizten mich ja schon und fast hätte ich einen Topf mit gestreiften Krokussen mitgenommen - doch nein, die wären in der Ikeatasche nur zerquetscht worden und zuhause hätte sie eh niemand zu würdigen gewusst. Außerdem fehlte mir ein passender Übertopf.
Doch da, was war das? 1L Kokosfaserblock. Quillt mit Wasser auf 7L Blumenerde auf. Schwach gedünngt und zur Anzucht geeignet. Und leicht!
Überglücklich drückte ich die Kokosfasern an mich, hatten sie mich doch davor bewahrt, 10L Erde schleppen zu müssen. Zwei Pakete davon wanderten in meinen Einkaufswagen.
Zwischen den ganzen Aussaatprodukten entdeckte ich noch ein Gratistraktat mit einer Anleitung zur richtigen Anzucht. Als Buslektüre nahm ich auch das mit. Doch ob Pflanzenanzucht nach Anleitung so einfach ist, wie Kochen nach Kochrezept? Wir werden sehen. Was meint ihr?
Ich bin für jeden Tipp dankbar.

1 Kommentar:

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