Mittwoch, 1. Juni 2011

Ein Gartenfest

Morgen ist es soweit. Ein befreundetes Pärchen hat angefragt, ob sie sich für einen Geburtstag unseren Garten ausleihen dürfen. Es kommen lauter Leute, die mein Mann und ich noch nicht kennen. Zum Glück werden uns die Gastgeberpflichten abgenommen, so dass wir uns nicht um Speisen und Getränke kümmern müssen.
Gut, einen Salat und Kräuterbutter steuere ich natürlich bei. Aber ansonsten habe ich nichts mit der Feier zu tun... Denkste!
Wir waren doch erst vor einiger Zeit im Urlaub. Dementsprechend sah der Garten auch nach zwei einhalb Wochen Vernachlässigung aus. Nicht, dass irgendwas eingegangen wäre, denn gegossen wurde gut. Alles was wachsen sollte, ist auch gewachsen. Darüber freue ich mich sehr. Allerdings ist auch alles gewachsen, was nicht wachsen sollte. Sprich: Wir hatten haufenweise Unkraut. Das musste jetzt in Akkordarbeit entfernt werden. Der Rasen musste gemäht werden. Die Tische abgeputzt und die Rumpelecke aufgeräumt werden. Wir mussten also den Garten auf Vordermann bringen.
Ich glaube, das ist uns halbwegs gelungen. Ich habe die Gunst der Stunde genutzt und endlich die Stühle bestellt, die für die Sitzecke noch fehlten. Montag sind sie dann auch angekommen:


Das Bild ist leider etwas hell geworden, aber die Stühle gefallen mir wirklich gut. Jetzt müssen nurnoch die Pflanzen um die Sitzecke schön groß werden, damit das Ganze auch gemütlich aussieht. Bis dahin soll ein Gardinenschal das Bild ein wenig auflockern, denn bis morgen werden die Pflanzen wohl nicht groß genug sein. Für den Tisch muss ich mir auch noch eine bessere Deko einfallen lassen.
Das Gemüsebeet war auch so ein Problemfall. In meiner Fachliteratur steht, dass freiliegender Boden eines der schlechtesten Dinge für einen Garten ist. Es gibt drei Lösungen für dieses Problem: Mulchen, Flächenkompostierung und Lebendmulch. Lebendmulch bedeutet, dass die Mischkultur so deckend gepflanzt wird, dass kein Boden sichtbar bleibt. Leider müssen dafür die Pflanzen erst groß genug werden. Die Flächenkompostierung ist mit für den Boden am besten, denn so werden ihm direkt die Nährstoffe wieder zugeführt, die zuvor von den Pflanzen aufgenommen wurden. Dabei erntet man das Gemüse und putzt es an Ort und Stelle. Die Putzabfälle wie Blätter und Wurzeln werden einfach zurück aufs Beet gelegt. Eine mir sehr sympathische Methode, die allerdings leider nicht sehr ordentlich aussieht. Und so habe ich mich dann doch zumindest für die Zeit des Gartenfestes für das Mulchen entschieden. Und zwar mit gehäckseltem Leinstroh. Das bekommt man oft in Läden für Pferdebedarf in 20kg Ballen. Erfahrung hab ich damit noch keine, aber die Struktur des Strohs gefällt mir sehr gut und es soll auch sehr gute Wasserspeichereigenschaften haben. Außerdem sieht es ordentlich aus:


So kann die Feier kommen. Vielleicht kommt ja sogar das eine oder andere Gartengespräch zustande. Wir werden sehen.

Achso, da dies hier ja eigentlich ein Gartenblog ist, werde ich meinen Urlaubsbericht nicht in meinem Blog weiterschreiben. Ihr findet aber rechts in der Navigationsleiste einen neuen Unterpunkt: Ein Urlaubsbericht. Alle Interessierten können dort hin und wieder vorbeischauen. Ich werde mich bemühen die Geschichte nach und nach weiterzuschreiben.

Kommentare:

  1. Ein wunderschönes Gartenfest wünscht Euch Yvonne

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  2. Hallo liebe Thab
    Das ist ja mal eine gelungene Idee - den Garten auszuleihen! So gut! Dann wünsch ich auf jeden Fall gutes Gelingen - halt auch ohne die Champignons *grins*.
    Du, ich wollt auch ursprünglich einen ausschliesslichen Garten- und Keramikblog machen ... aber ... irgendwie kommt doch noch das eine und andere und letztlich auch mal ein paar Fotos von den Ferien - das macht doch nichts und nein, ich find, das macht den Blog doch so richtig interessant und nicht so einseitig. Obwohl Garten - nein, das ist ja nun gar nicht einseitig - finde ich auch!
    Hab eine gute Zeit, einen wunderbaren Tag und sei ganz lieb gegrüsst!
    Ida

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  3. Dann wünsche ich einen wunderschönen Feiertag - und hoffentlich spielt das Wetter mit!
    Ich erinnere mich noch gern an den Tag zurück, als wir im August 2001 unseren Garten für eine Hochzeitsfeier mit ca. 80 Personen verschenkt haben. Da gab es auch allerlei Vorbereitungen und Gartendinge, die man plötzlich noch zusätzlich gebrauchen konnte ;-)
    Liebe Grüße
    Silke

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